Volksbücher
Nachdem Johannes Gutenberg (J. Gensfleisch zur Laden zum Gutenberg, lebte
um 1397-1468) um das Jahr 1444/45 die Buchdruckerkunst erfunden hatte, nahm
der Buchhandel einen ungeahnten Aufschwung. Dadurch wurden die bis dahin nur
geringfügig
verbreiteten Handschriften und Blockbücher verdrängt.
Es entstanden die zahlreichen Volksbücher. Man verstand darunter besonders
im 15. und. 16. Jahrhundert die roman- und novellenhafte Unterhaltungsliteratur.
Zu den bekanntesten Volksbüchern gehört sicher das Buch "Till
Eulenspiegel" aus dem Jahre 1515. Nicht zu vergessen ist das "Volksbuch
von Dr. Faust". Es wurde im Jahr 1587 in Frankfurt am Main von Johannes
Spieß gedruckt. Im Zusammenhang mit der Romantik wurde der Wert der Volksbücher
neu entdeckt. 1807 brachte Joseph Görres (1776-1848) sein Werk "Die
deutschen Volksbücher" heraus.
