Robinsonade
Im Jahre 1719 gab Daniel Defoe den Roman „Robinson Crusoe“ heraus.
Grundlage war der schottische Matrose Alexander Selkirk (1676-1721). Dieser
wurde im Jahre 1704 anlässlich eines Streites mit dem Kapitän auf einer
der Inseln der Juan-Fernandez-Gruppe zurück gelassen. Bis zum Jahre 1709
musste er sich zwangsweise mit allen Problemen des Selbsterhaltungstriebes
vertraut machen.
Das Buch von Defoe fand bereits nach sehr kurzer Zeit viele Nachahmer. Eine Robinsonade
ist eine Kunstform, die das literarische Motiv der unfreiwilligen Isolation auf
einer Insel verarbeitet. Dieses Motiv zieht sich durch die gesamte Weltliteratur.
- Johann David Wyss: Der schweizerische Robinson oder der schiffbrüchige Schweizer-Prediger und seine Familie
- Jules Verne: L`Oncle Robinson und Seconde Patrie
- Joachim Heinrich Campe: Robinson der Jüngere
